Eine kurze spaßige  Geschichte zur Grube Diana im Arlesberger Forst


Nun also auch hier, da es schon mal veröffentlicht wurde, die ganze Geschichte - die Wahrheit über Diana.
Sie war eine echt bezaubernde Frau, leider sehr Mangan besessen - wahnsinnig geil auf Braunit aus dem Arlesberger Revier. Als sie hörte, an der Zolltafel wäre was zu finden, hat sie sich heimlich an den Phillip, welcher eine Manganerzgrube dort hatte, ran geschlichen und ihn beobachtet.


Aber der Phillip hatte nur Pyrolusit und Hartmangan als Ausbeute. Aber als Kennerin der hiesigen geologischen Verhältnisse wusste sie ganz genau, wo sie graben musste - 250 m unter Phillips Schurf. Also fälschte sie Grubenfeldsteine und steckte damit ihr Areal ab!


Und sie grub und grub und grub - und keiner schöpfte Verdacht - denn das Gebiet war ja ein gemessen. Als sie so ca. 35m tief gegraben hatte, wurde der Erzgang langsam fester und an dem Nebengestein zeichneten sich schon die ersten Braunite ab. Also sollte sie Recht behalten - hier gab’s Braunit! Und sie grub weiter - immer tiefer und der Gang weitete sich und die schönsten Braunitstufen als massive Erzstücken kamen zum Vorschein.


Was sie aber nicht bemerkte in all der Sucherei und Graberei, war die Anwesenheit von Luther - welcher seine Grube daneben hatte - Luthersteufe.

Und dieser rief uns, die AG Mn als Wachmannschaft zu Hilfe. Bestürzt von der Nachricht, kamen wir natürlich gleich, mit Hacke und Hammer bewaffnet vor Ort. Uns bot sich ein Bild des Grauens - tiefer Stollen und eine Halde, welche vor Braunit nur so glänzte. Was machen? Wir legten uns auf die Lauer und warteten den Abend ab. Irgendwann musste Diana ja mal aus dem Stollen raus kommen - und sie kam! Mit Rucksack, voll mit den schönsten Braunitstufen, stieg sie die Fahrt hinauf. Es war schon dunkel und ihr Grubenlicht verriet ihren Standort. Da packten wir zu!!! Zogen sie auf die besagte Streckbank - Zolltafel genannt - und fesselten sie. Völlig von Sinnen zitterte sie am ganzen Leib und rief um Hilfe. Aber das konnten wir beim besten Willen nicht zulassen und stopften ihr einen von Phillip gefundenen Glaskopf in den Mund. Auch Luther war gleich vor Ort und ließ ihr die Psalmen auf Deutsch vor - verstand sie natürlich nicht. Aber wir wollten wissen, woher sie ihre genauen Informationen hatte. Also folterten wir sie mit langen Pyrolusiten, bis sie endlich die Wahrheit sagte. Sie hatte ihre Infos von einem kleinen in grauen Gewändern tragenden Mönch, welcher hier auch noch irgendwo zu Gange sein soll. Dieser wäre durch ein Portal auf einen Rain gelangt und auf eine große Wiese - heute die Rainwegswiese genannt! Er gelangte dann auf einen breiten Weg und wunderte sich über den guten Zustand des Weges - die Teutschen wissen ob des Weggebaus - sollen seine Gedanken gewesen sein. Davon aufgeschreckt schicke ich zwei unserer Mitstreiter auf die Suche nach ihm. Und sie wurden an einem Hof fündig - wir nennen den Ort seit dem Mönchhof.



Aufgeschreckt von unseren Mitstreitern gestand er sogleich - er habe in den Wäldern die Herren Phillip und Luther bei ihren Arbeiten beobachtet und auch mit dem größten Vergnügen die reiche Ausbeute an schwarzen Steinen bewundert. In der Zeit der Nacht habe er dann die Stollen befahren und reiche Ausbeute an schwarzen Steinen gemacht, welche ihm in seiner Heimat viel Einkommen bescheren sollte. Aber er wäre mit der Zeit, in der er sich befand nicht ganz zurecht gekommen. Wir hatten ein Einsehen mit dem Gestrandeten - und man munkelt, er wäre heute ein großer Kenner und Sammler von Manganen - und lebt in K….
Aber zurück zu Diana - unter schweren Pyrolusit - Braunit und Hartmanganfolterungen gestand sie dann alles. Braunit wollte sie nur der Sammelei willen, aber Mangan wollte das US-Militär, wegen der Reinheit und Qualität als regenerative Energienutzung für ihre Zwecke benutzen. Das konnten wir natürlich nicht zulassen. Also drehten wir sie als Doppelagentin um und sie lebt nun in den USA auf der Suche nach Manganerzstufen für uns.
Das also ist der wahre Kern der Geschichte von Diana. Sie ist immer noch hübsch - aber arbeitet jetzt für uns natürlich anonym!
Wer´s nicht glaubt, der soll das Gegenteil beweisen!